Auf dem PC mit Browser Source senden
Eine Browserquelle macht aus jedem Bildschirm im Netz einen weiteren Ausgang. Das ist der Weg, vom PC zu senden, ohne aufs Steuern per iPad zu verzichten.
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Das Problem beim Senden vom PC
Viele Setups sind gemischt: Der sendende Rechner ist ein Windows-PC — weil dort die Capture-Karte steckt oder das Spiel läuft oder es einfach der Rechner ist, den es gibt — und das Gerät in Reichweite zum Führen der Sendung ist ein iPad oder ein iPhone.
Der übliche Weg, Inhalte in die Szene zu bekommen, ohne OBS anzufassen, ist die Fensteraufnahme. Dieses Fenster öffnet aber ein Programm, und wenn dein Programm ein Mac-Programm ist und dein Senderechner ein PC, gibt es kein Fenster zum Aufnehmen.
Genau hier kommt der Browser ins Spiel.
Was eine Browser Source ist
In OBS steckt ein Browser. Eine Browserquelle nimmt eine Webadresse und malt diese Seite in deine Szene wie jedes andere Bild. Für Alerts, Zähler und Overlays wird das ständig genutzt.
Interessant ist: Der Quelle ist egal, woher die Seite kommt. Sie darf ein Internetdienst sein oder ein Gerät in deinem eigenen Netz. Stellt die Regie in deiner Hand eine lokale Adresse bereit, ist die genauso gültig wie jede andere.
Wie das Setup aussieht
Drei Teile, und keines verlangt auf dem PC mehr als OBS.
- Die Regie — ein iPad oder ein iPhone — ist der Ort, an dem du suchst, auswählst und entscheidest, was gesendet wird.
- Die lokale Adresse. Die Regie startet einen kleinen Server in deinem Netz und gibt dir eine Adresse, meist auch als QR-Code, damit du nichts abtippen musst.
- Die Browserquelle in OBS. Du fügst die Adresse ein, ziehst sie auf Szenengröße und fasst sie nie wieder an.
Ab da erscheint das, was du vom iPad sendest, in der Szene des PCs. Der PC weiß von alldem nichts: Für ihn ist es eine Webseite, die sich von selbst ändert.
Was man gewinnt und was man verliert
Gewonnen ist die Unabhängigkeit vom Betriebssystem. Ob du von Windows, von Linux oder von einem fremden Mac sendest, ist gleich: Wo OBS läuft, läuft ein Browser.
Gewonnen ist auch, einen Bildschirm dort aufstellen zu können, wo kein Rechner steht. Ein altes iPad auf einem Ständer kann der Teleprompter sein — ohne Kabel, ohne Installation.
Verloren geht etwas Unmittelbarkeit. Ein lokales Fenster wechselt im selben Moment; eine Seite auf einem anderen Gerät braucht ein paar Millisekunden länger. Bei einem einzigen Ausgang merkt das niemand. Bei dreien, von denen einer lokal ist und einer übers Netz geht, sieht man, dass sie nicht gleichzeitig umschalten.
Zur Verzögerung, konkret
Endest du mit Ausgängen zweier Arten — ein Fenster auf dem Rechner und ein Browser auf einem anderen Gerät —, lohnt es sich, jeden einmal zu messen und die schnellen auf den langsamsten warten zu lassen. Das ist der Unterschied zwischen einem sauberen Schnitt und einem Flackern, bei dem der Wechsel zweimal zu sehen ist.
Die Ausnahme ist wieder der Notaus. Muss etwas zugedeckt werden, dann sofort, ohne auf irgendwen zu warten: die eine Aktion, bei der früh besser ist als synchron.
Wie Inessa das macht
In Inessa stellt die Regie ihre eigene Adresse im lokalen Netz bereit und zeigt sie als QR-Code. Du fügst sie in eine Browser Source ein, und dieser PC wird ein weiterer Ausgang, mit seiner Rolle — öffentlich, privater Monitor oder Teleprompter — wie jeder andere.
Die Adresse trägt einen Token, IP allein reicht also nicht, und sie verlässt dein Netz nicht: Es ist kein Server von uns dazwischen. Die Verzögerung jedes Ausgangs wird von selbst gemessen, lässt sich in Zehntelsekunden nachjustieren, und ein Schalter gleicht alle an. Der Notausknopf wartet nicht.
Häufige Fragen
Was ist eine Browser Source genau?
Eine OBS-Quelle, die eine Webseite in deine Szene holt. OBS bringt einen eingebauten Browser mit, also erscheint alles, was diese Seite zeigt, im Stream — ohne dass etwas zusätzlich installiert werden müsste.
Brauche ich einen Server im Internet?
Nein, und das ist der wichtige Teil. Die Adresse darf in deinem eigenen lokalen Netz liegen: Ein Gerät von dir stellt sie bereit, und sie verlässt das Haus nicht. Das macht sie schnell und unabhängig davon, ob ein fremder Dienst an diesem Abend läuft.
Ist das sicher? Es ist eine offene Adresse im Netz.
Das hängt von der Umsetzung ab. Die Adresse sollte einen Token tragen, damit das Erraten von IP und Port nicht reicht. Und da sie nur im lokalen Netz lebt, ist sie nicht dem Internet ausgesetzt.
Ist das langsamer als eine Fensteraufnahme?
Ein wenig, ja: Ein Netz liegt dazwischen. In einem ordentlichen lokalen Netz sind das Millisekunden. Entscheidend ist nicht die Verzögerung selbst, sondern dass alle Ausgänge gleichzeitig wechseln.
Kann ich mehrere Bildschirme so betreiben?
Ja, und das ist der Normalfall: einer für das Publikum, einer als privater Monitor, einer mit dem Teleprompter. Jeder hat seine eigene Adresse, und nur der öffentliche kommt in die gesendete Szene.